Bei der beruflichen Anerkennung prüft eine zuständige Stelle, ob eine im Ausland erworbene Berufsqualifikation mit einem deutschen Referenzberuf gleichwertig ist. In reglementierten Berufen ist die Anerkennung oder Berufszulassung grundsätzlich Voraussetzung für die volle Berufsausübung. In nicht reglementierten Berufen kann sie freiwillig sein, verbessert aber häufig die Einordnung durch Arbeitgeber.
Referenzberuf und zuständige Stelle
Der Referenzberuf legt fest, mit welcher deutschen Ausbildung Inhalte, Dauer und Praxis verglichen werden. Die zuständige Stelle hängt vom Beruf und teilweise vom geplanten Arbeitsort ab. Erst nach dieser Klärung sollte die verbindliche Unterlagenliste erstellt werden.
Unterlagen und Prüfung
Typisch sind Abschluss, Fächer- und Stundenübersichten, Ausbildungsinhalte, Berufserfahrung, Identitätsnachweis und Übersetzungen. Berufserfahrung und weitere Qualifikationen können bei der Bewertung wesentlicher Unterschiede berücksichtigt werden.
Ergebnis des Verfahrens
Das Ergebnis wird in einem Bescheid mitgeteilt. Möglich sind je nach Berufsart volle Gleichwertigkeit, teilweise Gleichwertigkeit oder die Feststellung wesentlicher Unterschiede. Danach können Qualifizierung, Anpassungsmaßnahme, Prüfung oder Folgeantrag relevant werden.
Mehr zur praktischen Begleitung finden Sie unter Berufsanerkennung.
